Bauschutt ist ein Sekundärrohstoff und wertvoller als Restmüll

Bei jedem Hausbau oder bei einer Haussanierung fallen große Mengen an Bauschutt an. Beim Maurer türmen sich die Verschnitte des Steinmaterials und die technischen Gewerke haben Mauerschlitze ausgestemmt, deren Material sie entsorgen müssen. Bei jeder Sanierung werden Trennmauern verändert und alter Putz beseitigt – Schutt fällt überall auf dem Bau an.

In früheren Zeiten wurden diese Materialien leichtfertig als Abfall angesehen, und als die Baugrube wieder verfüllt wurde, verschwanden sie fast unbemerkt. Niemand machte sich Gedanken darüber, dass jeder Stein und jeder Kubikmeter Beton aus natürlichen Rohstoffen erzeugt worden war. Mit dem Untergraben wurde der natürliche Kreislauf der Nachhaltigkeit aus Herstellung, nachwachsenden Rohstoffen und Wiederverwertung unterbrochen. Als Entschuldigung galt die Unkenntnis der Ökobilanz, wie sie heute für uns zum täglichen Leben gehört.

Wie wird dieser Schutt fachgerecht entsorgt

Vor allem bei Haussanierungen ist das Aufkommen von Schutt besonders groß. Die damit beschäftigten Baufirmen, aber auch technische Gewerke wie der Elektriker, erzeugen große Mengen dieses Sekundärrohstoffes. Sie können einen Container für Bauschutt bestellen, wie dies bei vielen Containerdiensten möglich ist. Solche Firmen gibt es flächendeckend in jeder Region Deutschlands. Der Schutt wird vor dem Beladen des Containers bereits von allen anderen Materialien getrennt, denn ein Bauschuttcontainer ist preiswerter, als wenn er Mischgut enthalten würde. Dieses müsste später aufwendig im Entsorgungsunternehmen getrennt werden und der Fachbetrieb lässt sich die Trennung bezahlen.
Beim privaten Hausbau lohnt sich die ständige Stellung eines Bauschuttcontainers selbstverständlich nicht. Deshalb sammeln diese Bauherren ihren anfallenden Schutt zunächst an einer Stelle. Sie sollten einen Container für Bauschutt bestellen, wenn sich die entsprechende Menge angesammelt hat. Auch für sie gilt die strikte Trennung von sonstigem Abfall.

Was geschieht eigentlich mit dem entsorgten Schutt

Große Abbruchfirmen recyceln ihr Abbruchmaterial oftmals gleich in leistungsfähigen Brechern auf der Baustelle. Sie führen dieses Material direkt einer Recyclingdeponie oder einem Wiederverwender zu.
Der Schutt von Baubetrieben, die einen Container für Bauschutt bestellen, wird zu einer Deponie transportiert. Dort wird er weiter zerkleinert, nochmals auf Fremdstoffe überprüft und schließlich der Wiederverwendung zugeführt. Davon profitieren unter anderem Straßen- und Wegebaubetriebe, die aus diesem Abbruchmaterial eine tragfähige Unterschicht herstellen. Der Schutt kommt aber auch zielgerichtet als Verfüllmaterial zum Einsatz.